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Reife Gottesbeziehung – von Anzucht und Ernte

Geschrieben von | 30. Mai 2016 | Andachten/Predigten



Reife Gottesbeziehung

1. Ich weiß nicht wie du zum Glauben an Jesus Christus gefunden hast, aber irgendjemand hat dir den Samen des Glaubens in dein Herz gepflanzt. Vielleicht waren es deine Eltern, oder jemand aus der Gemeinde, Freunde… ich weiß es nicht, aber du bist der Stimme gefolgt, oder bist dabei dieser Sehnsucht zu folgen und sitzt nun hier..

Ich möchte in dieser Andacht einige Parallelen ziehen, zwischen dem Gemüseanbau und den Weg eines Christen. Für mich aus ganz pragmatischen Gründen, da ich mich seit meiner Kindheit für das gärtnern begeistere und wir uns als Familie vor einigen Jahren ein Häuschen mit viel Garten gekauft haben, in dem ich meiner Leidenschaft nachgehen kann.

Außerdem ist das Thema Gemüseanbau, Selbstversorgung, urbanes gärtnern, also das gärtnern in der Stadt, ein absolutes Hippthema in Städten wie Berlin, Hamburg oder Frankfurt.

Zurück zu dem Samen, er wurde angelegt und es passiert – erst mal nichts. 3 entscheidende Dinge benötigen wir, um den Samen zum keimen zu bringen.

          1. Wasser
          2. Luft
          3. Wärme

2. Wir brauchen nicht mehr, kein Dünger und eigentlich auch keinen Boden. Das hat alles seine Zeit. Wenn du einen lieben Mitmenschen zu Jesus führen möchtest, bring ihn zusammen mit dem lebendigen Wasser, mit der brausenden Luft des Heiligen Geistes und mit der Liebe Christi. Überfordere ihn nicht und stell vor allem keine überzogenen Erwartungen. Er braucht erst einmal Wasser, Luft und Liebe. Wenn du ihm dieses gibst, dann wird er:

3. Wurzeln entwickeln. Und zwar solche, die tief in den Boden gehen. Er ist auf der Suche nach Nährstoffen und wird immer mehr Wurzeln entwickeln und so standfest bleiben. Wir hatten dieses Jahr ein sehr trockenes Frühjahr, ich habe lange warten müssen, bis der Mais aufläuft. Ich war so ungeduldig, dass ich nachgesehen habe. Es war nach 14 Tagen kein Keimblatt zu sehen, aber eine Wurzen, die mindestens 15cm in den Boden wuchs. Diese Eigenschaft verhilft der Pflanze dazu, selbst in sehr trockenen Regionen zu gedeihen. Erst die Wurzel Psalm 36,9: „Bei Dir ist die Quelle des Lebens“. Darum geht es, das verstanden zu haben. Jesus Christus als Gott ist die Quelle des Lebens, wenn du deine Wurzeln dahin entwickelt hast, dann bist du versorgt und kannst

4. deine ersten Keimblätter ans Tageslicht schieben.

Ich soll heute über die reife Beziehung zu Gott sprechen, das ist die Basis, von der aus du dich entwickelst. Wie tief bist du eingedrungen in das Wort Gottes, bist du fest verwurzelt, wenn die Stürme der geistlichen Anfechtung über dich hinwegfegen. Das ist so wichtig!

Die Keimblätter sind geschoben und jetzt könnte man denken, das alles seinen natürlichen Gang geht und der Gärtner in der Hängematte auf die Ernte wartet. In der Natur, so könnte man annehmen ist ja auch kein Gärtner und es wachsen dennoch Pflanzen. Nur ist es so, das von tausend Samen nur ein paar wenige zur Keimung kommen, weil sie auf die perfekten Bedingungen treffen. Keine Steine, keine Disteln u.s.w.ihr kennt das Gleichnis vom Sämann aus Markus 4, Verse 13-20

Die Deutung des Gleichnisses vom Sämann

13 Und er sprach zu ihnen: Verstehet ihr dies Gleichnis nicht, wie wollt ihr denn die andern alle verstehen? 14 Der Sämann sät das Wort. 15 Diese sind’s aber, die an dem Wege sind: Wo das Wort gesät wird und sie es gehört haben, so kommt alsbald der Satan und nimmt weg das Wort, das in ihr Herz gesät war. 16 Also auch die sind’s, bei welchen aufs Steinige gesät ist: wenn sie das Wort gehört haben, nehmen sie es alsbald mit Freuden auf, 17 und haben keine Wurzel in sich, sondern sind wetterwendisch; wenn sich Trübsal oder Verfolgung um des Wortes willen erhebt, so ärgern sie sich alsbald. 18 Und diese sind’s, bei welchen unter die Dornen gesät ist: die das Wort hören, 19 und die Sorgen dieser Welt und der betrügerische Reichtum und viele andere Lüste gehen hinein und ersticken das Wort, und es bleibt ohne Frucht. 20 Und diese sind’s, bei welchen auf ein gutes Land gesät ist: die das Wort hören und nehmen’s an und bringen Frucht, etliche dreißigfältig und etliche sechzigfältig und etliche hundertfältig.

Aus diesem Grund, lasst uns den Gemüseacker bewirtschaften und den Boden so vorbereiten wie ein junges Pflänzchen es braucht. Der Boden muss unkrautfrei sein, tief gelockert, so dass die Wurzeln gut eindringen können und mit den richtigen Nährstoffen versorgt. Außerdem nicht zu trocken. Ich möchte möglichst alle Samen zu keimen bringen.

5. Zurück zu unserem Maispflänzchen, Mais ist ein Starkzehrer, benötigt also viel Stickstoff. Andere Pflanzen könnte man jetzt überdüngen, was zur Folge hat, dass sie nur starkes Blattwerk bilden und keine, bis wenige Früchte. Ich halte wenig davon extra zu düngen. Wenn der Boden gesund ist und die Pflanze am richtigen Platz, sind alle Nährstoffe vorhanden um gesundes Gemüse zu ziehen. Ich halte mehr von Kompost und Kreislaufwirtschaft, bei dem ein ausgewogenes Verhältnis aller Nährstoffe das Ziel ist und zwar natürlich und nicht künstlich durch Düngesalze. Was bedeutet das geistlich?

In der Phase des Wachstums kann ich mir Fragen stellen wie:

  1. lebe ich praktische Nächstenliebe?
  2. lese ich regelmäßig in der Bibel?
  3. Ist Gebet eine Selbstverständlichkeit des Alltags für mich
  4. habe ich Gemeinschaft der Heiligen, also tausche ich mich mit geistlichen Geschwistern aus?
  5. Suche ich Rat bei Gott?
  6. Bin ich gehorsam?
  7. Nimmt man mich als Christ war?
  8. Lebe ich Vergebung, und aus der Vergebung?

Wenn wir diese Fragen mit „JA“ beantworten können, sind das die Nährstoffe die uns gesund als Christen wachsen lassen. Wenn andere Jesus in dir entdecken können, dann ist das so, als wenn du die ersten Blüten zeigst.

6. Alle Gemüsepflanzen blühen auch, manche erst im zweiten Jahr, wie z.B. Kohl oder Möhren, von denen wir nur die Wurzeln essen. Die Blüte des Mais ist eher sehr unscheinbar und ist als Beispiel nicht wirklich brauchbar.

Können andere Menschen Jesus Christus, deinen Heiland und Retter in dir und deinem Leben sehen? Bisher haben wir eher über eine reifende Beziehung gesprochen, jetzt wird es ernst…

7. Eine reife Beziehung erkennt man an der Frucht, vielleicht 30zig, 60zig 100fach. Gott wünscht sich nicht sehnlicher, als dass seine verlorenen Lämmer gefunden werden und zu ihm umkehren. Möglicherweise denkst du, das kann doch nicht so schwierig sein. Für manche besteht aber schon die Schwierigkeit im Brennen für Jesus Christus, für andere ist es das Sterben.

Sinn und Zweck einer jeden Pflanze ist die Vermehrung. Der Mensch nutzt sie zur Nahrung, aber die Pflanze an sich ist darauf bedacht, sich zu vermehren.

Reife Beziehung bedeutet immer, sich selber ein Stück weit zurück zu nehmen, egal ob in der Partnerschaft zu einem Menschen oder in der Beziehung zu Gott. Nicht meine Pläne sind die entscheidenden sondern Gottes Pläne. Beim Gemüse ist es in der Regel so, dass wenn die neuen Samen zu Tausenden produziert sind, die Pflanze langsam stirbt und trocken wird, sie hat all ihre Power in die Vermehrung gesteckt.

Reife Beziehung zu Gott ist aber noch mehr, weil die agape, die Gottesliebe, also die Liebe vom Schöpfer zu seinem Geschöpf entscheidend ist. Es geht um deinen Nächsten, aber in erster Linie um DICH. Ich bin der Meinung, dass in jedem Geschöpf, tief im Inneren eine Sehnsucht nach seinem Schöpfer ist und eine Sehnsucht danach, irgendwann vor seinem Thron zu stehen und beim Vater zu sein.

Schließen möchte ich nicht mit dem Sterben der Pflanze, sondern male viele Früchte , an denen sich Menschen und Gott erfreut. Galater 5,22

Die Frucht aber des Geistes ist: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit.

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