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Meine Berufung als Christ

Geschrieben von | 27. Juli 2017 | Allgemein, Andachten/Predigten



Dr. Michael Bendorf zu Vision und Berufung in seiner Predigt „Lebens(t)räume“

„Herr, wenn du es bist, so befiel mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen!“ Mt 14,28

Dr. Michael Bendorf, Pastor der baptistischen Friedenskirche in Braunschweig.

(Auszug aus der Predigt „Lebens(t)räume“, gesamter Vortrag als Video unterhalb des Textes)

…Die Einladung, aus dem Boot zu steigen, um im Glauben auf dem Wasser zu gehen – ihm entgegen, seinem Ruf folgend. Inmitten des Sturms. Eine kleine Geschichte, die etwas sehr Grundsätzliches deutlich macht im Hinblick auf Nachfolge und Berufung: Wer seiner Berufung nachfolgen will, ist von Jesus aufgerufen, aus dem Boot zu steigen und auf dem Wasser zu gehen – im Angesicht der Stürme unseres Lebens.

Es ist doch interessant: Wir wachen jeden morgen auf und überlegen, ob mit unserem Lebensboot alles ok ist: Wie hoch die Wellen sind, die heute über uns hereinbrechen mögen, welcher Wind uns entgegenschlägt, ob unser Boot leckt und ob auch genügend Fische im Boot sind, damit wir über die Runden kommen. Ist alles ok mit mir? Familiär? Beruflich? Gesundheitlich? Beziehungstechnisch? Finanziell? Und wir hoffen, dass sich die Wogen glätten, damit wir nicht kentern. Zugleich wissen wir, dass dieses Leben nur selten so funktioniert.

Und wir wissen auch, dass wir an Herausforderungen wachsen und reifen. Wir spüren innerlich, dass wir im Innersten sensibel und empfindsam sind für einen Ruf, der uns meint und aus unserem gewöhnlichen Lebens etwas Außergewöhnliches macht. Wir wollen nicht nur auf dem Sofa liegen oder auf einem breiten Kreuzfahrtschiff durchs Leben tuckern. Wir fragen nach Sinn und Bedeutung. Wer bin ich auf dieser Welt und was ist meine Berufung: Was sagt mir mein Herz? Wer gibt meinem Herzen eine Stimme? Soll ich diesem Ruf folgen?

Wer aus dem Boot steigen möchte, muss die Situation für sich abschätzen und sich mit seinen Ängsten auseinandersetzen. Es fängt bei Petrus mit dieser Frage an:

  • „Wenn du es bist, so befiel mir ….“ Diese Aussage von Petrus macht deutlich, dass er zwischen einer idiotischen Idee und dem Ruf Gottes unterscheiden will. Hier geht es wirklich um Weisheit, die Gegenwart Jesu und seinen Ruf für sich wahrzunehmen.
  • Du musst deine Angst überwinden. Du kannst viele Fantasiereisen über dein Leben anstellen. Und wenn es konkret wird, wir die Sicherheit unseres Lebensbootes verlassen sollen, diesen ersten loslassenden Schritt und zugleich verbindlichen Schritt zu machen, bekommen wir Angst, weil uns die Konsequenzen unseres Handelns bewusst werden. Daniel musste kündigen, seine Adoptivfamilie loslassen, seine Stadt und Freunde verlassen, Menschen enttäuschen. Du weißt, was du verlierst, aber du weißt noch nicht, was du gewinnst. Das macht Angst, die du überwinden musst – wie? Im Schauen auf Jesus; absolut auf ihn und seinen Ruf fokussiert zu sein.
  • Du musst Glauben riskieren. Daniel musste einen Kredit aufnehmen, eine Lizenz erwerben und ein Schiff kaufen. Würde sein Unternehmen erfolgreich werden oder würde er scheitern? Als ich damals meine Kündigung schrieb, dachte ich: Was mache ich hier? Bin ich verrückt? Ich habe eine Frau und zwei kleine Kinder Zugleich wusste ich: Wenn ich diesen Brief nicht abschicke, wird etwas in mir sterben. Als ich den Brief in den Unibriefkasten steckte, spürte ich auf einmal eine innere Befreiung: Mir wurde auf einmal klar, dass ich wirklich glaube – versteht ihr? Nicht in dem Sinne, dass ich Jesus für wahr halte und er rein gedanklich mein Herr ist, sondern: Ich bin aus dem Boot gestiegen und das Wasser trägt! Ich kann gehen!
  • Bewältige dein Versagen. Peter fing an zu sinken; er schrie: Herr, rette mich! Die Gefahr ist groß, dass wir in unserem Leben zu sinken drohen. Die in dem Boot bleiben, haben gut reden. Aber sie haben nie die Erfahrung gemacht, was es heißt, auf dem Wasser zu gehen. Sie haben nicht die Erfahrung gemacht, dass Jesus auf sie zukommt, ihnen die Hand ausstreckt und sie rettet – diese persönliche Begegnung, die dich wieder auf das Wasser stellt und die dir sagt, dass es das wert wahr.
  • Ich kann Jesus vertrauen. Er ist treu. Er lässt mich nicht im Stich, wenn ich auf seinen Ruf hin aus dem Boot steige und gehe. Er ist absolut vertrauenswürdig. Er wird auch nicht untreu, wo wir es vergeigen und scheitern. Er ist ein Gott des Neubeginns. Er hat einen Lebensraum für dich. Es gibt eine heilige Schnittmenge in deinem Leben: Das, was du sollst, ist das, was du wirklich willst und durch seinen Geist kannst. Es ist Urlaubszeit. Nimm dir die Zeit, deinen Lebensraum zu erforschen.

 

23.07.2017 – Lebensträume from Braunschweiger Friedenskirche on Vimeo.

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